Leutschachhütte
- Sabine Lang
- 14. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Zu meinem Geburtstag hat mir eine Freundin einen Ausflug in die Leutschachhütte geschenkt. Sie hat alles geplant und organisiert, ich darf nur zurücklehnen und geniessen. Nunja, zuerst gilt es noch ein paar Höhenmeter zu bezwingen, aber dazu kommen wir noch. Zwei Tage nur für uns, unterwegs in den Urner Alpen – und meine erste Übernachtung in einer SAC-Hütte überhaupt.
Los geht es mit der Gondel ab Intschi hinauf zum Arnisee. Eigentlich lässt sich die Tour über den Sunniggrat zur Leutschachhütte an einem Tag machen, aber wir gehen es diesmal gemütlich an. Der Aufstieg führt zuerst durch schattigen Wald, dann kommen wir über die Baumgrenze hinaus in eine weite Moorlandschaft, dazwischen immer wieder kleine Bergseen. Weiter oben, auf dem Sunniggrat, liegt uns das Urner Reusstal zu Füssen und wir geniessen den Blick auf die umliegenden Berge. Stellenweise ist die Wanderung streng, keine Frage – aber die Landschaft entschädigt für jeden Schweisstropfen. Wir lassen uns Zeit, machen unterwegs ein Picknick und kommen unter den ersten Gästen an der Hütte an.
Die Leutschachhütte liegt zwischen dem Ober- und dem Nidersee, auf über 2'200 Metern. Die Hütte selbst hat eine spezielle Geschichte: Sie stand ursprünglich 1939 als Clubhütte des SAC an der Landesausstellung und wurde ein Jahr später an ihren heutigen Standort transportiert. 2023 wurde sie ausserdem zum Fernsehstar in der Sendung Hüttengeschichten.
Wir lassen für den Rest des Nachmittags die Seele baumeln. Nach dem Nachtessen geht es früh ins Bett – der Tag steckt einem doch in den Beinen. Apropos Beine: Jemand in unserer Gruppe (ich sage nur so viel, ich bin es nicht) hat vergessen, Sonnencreme einzuschmieren, und könnte morgen allenfalls mit einem Flamingo verwechselt werden.
Am nächsten Morgen geht es auf der anderen Seite talwärts weiter, hinunter durchs wilde Leutschachtal, dem Leitschachbach entlang. Unterwegs machen wir Halt auf einer Alp, trinken einen Kaffee und kommen mit der Bäuerin ins Gespräch. Am Ende kaufe ich einen Käselaib - zu gross fürs Rucksackinnere, also Helmnetz raus, Käse rein 🤭 so kommt er mit ins Tal.
Zurück beim Arnisee gönnen wir uns noch eine letzte Rast, bevor wir mit der Gondel wieder hinunterfahren – wo unser Auto auf uns wartet. Zufrieden und um eine schöne Erfahrung reicher lassen wir das Wochenende ausklingen.
👉🏻 Eckdaten und Wanderkarte
Start | Bergstation Intschi (Arnisee) |
Ziel | Bergstation Intschi (Arnisee) |
km | Dauer | 13.9 km | 05:40 h |
Höhenmeter | ↗️ 1'157 ↘️ 1'157 |
Anforderung | T3 | Schwer |
Wanderkarte | |
Datum | 08.07.2022 |


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