Senda Val Trupchun
- Sabine Lang
- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Mai

Das Val Trupchun liegt im Herzen des Schweizerischen Nationalparks, eingebettet zwischen schroffen Felswänden und und offenen Hochweiden – eines der unberührtesten Täler der Schweiz. Am Tag zuvor hatte mir eine Familie im Berghaus auf der Fuorcla Surlej von den Rothirschen erzählt, die zur Brunftzeit hier oben fast täglich zu hören und zu sehen sind. Eigentlich hätte ich ganz andere Pläne gehabt, aber das lasse ich mir nicht entgehen.
Ich fahre von Pontresina nach S-chanf und parkiere beim Restaurant Prasüras, von wo ich mich durch den Wald Richtung Alp Trupchun aufmache. Schon zwischen den Bäumen hindurch öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die umliegenden Gipfel – und lange dauert es nicht, bis die ersten röhrenden Hirsche zu hören sind.
Unterwegs bin ich häufig allein und begegne nur vereinzelt anderen Wandernden. Hinten auf der Alp hingegen hat sich eine kleine Versammlung eingefunden – alle mit dem Blick in dieselbe Richtung. Kein Wunder, denn das Val Trupchun ist während der Brunft ein Geheimtipp, der längst kein Geheimnis mehr ist. 🤭
Oben an den sonnenbeschienenen Felshängen sonnen sich Steinböcke und Gämsen – die einen gelassen und fast demonstrativ unbeeindruckt, die anderen flink und wachsam auf dem Fels. Dazu drehen zwei Bartgeier majestätisch ihre Runden über dem Tal. Und schliesslich zeigt sich noch ein Murmeltier, das entweder den Start des Winterschlafs verpasst hat oder über den Sommer so rund geworden ist, dass es nicht mehr in seinen Bau passt.
Von der Alp könnte man noch bis auf die Fuorcla Trupchun weitergehen, aber das bedeutet nochmals 700 Höhenmeter und endet in einer Sackgasse. Da meine Beine vom Vortag noch wissen, was Höhenmeter bedeuten, entscheide ich mich für die gemütliche Variante und wandere auf der linken Talseite talabwärts zurück zum Parkplatz.
Für mein 350-mm-Objektiv sind die Tiere leider zu weit weg für gute Aufnahmen – man muss auf den Fotos fast raten, was man da sieht. 😉 Aber das schmälert das Erlebnis in keiner Weise: So viele verschiedene Wildtiere gleichzeitig zu beobachten, in dieser Stille und dieser Landschaft – das ist einfach grossartig.
👉🏻 Eckdaten und Wanderkarte
Start | S-chanf, Prasüras |
Ziel | S-chanf, Prasüras |
km | Dauer | 13.7 km | 04:00 h |
Höhenmeter | ↗️ 549 ↘️ 549 |
Anforderung | T2 | Mittel |
Wanderkarte | |
Datum | 30.09.2024 |



























Kommentare